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Konzepte für ein noch besseres Bildungssystem

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Zur leichteren Finanzierung des Studiums streben mehrere Parteien eine Bafög-Erhöhung an.  − Foto: dpa

Bei den Wahlaussagen zur Bildung stehen Konzepte zur Studien- und Hochschulfinanzierung im Mittelpunkt.

Schulen

- CDU/CSU: Plädiert wird für ein starkes Gymnasium und gegen eine "rot-grüne Einheitsschule". Zugleich spricht sich die Union für "hochwertige Ganztagsschulen" aus. Religionsunterricht soll als eigenständiges Fach verankert werden. Alle Schulen sollen mit moderner Computertechnik ausgestattet werden, allerdings bleibt die Finanzierung offen. Abschlüsse und Schulniveau sollen zwischen den Ländern vergleichbarer werden.

- FDP: Die Liberalen wollen selbstverwaltete Schulen, mehr Freiheit für Privatschulgründungen und eine Weiterentwicklung der Inklusion.

- SPD: Mehr Ganztagsangebote und längeres gemeinsames Lernen stehen als Forderungen im SPD-Programm. Außerdem ein neues Ganztagsschulprogramm von Bund und Ländern und die gemeinsame Förderung der Schulsozialarbeit. Ein inklusives Schulsystem müsse sorgfältig vorbereitet und durch intensiven Dialog mit allen Beteiligten begleitet werden.

- Grüne: Ihr Programm enthält eine "Einladung" an Schüler, Eltern und Lehrer zu einem längeren gemeinsamen Lernen. Zudem ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen, ein zweites Ganztagsschulprogramm Bund/Länder und den Ausbau der Schulsozialarbeit.

- Linke: Sie will das gegliederte Schulsystem überwinden, Ziel ist eine Schule für alle. Die Inklusion soll mit finanzieller Unterstützung des Bundes vorangetrieben werden, ebenso die Schulsozialarbeit. Die Linke fordert mehr Lehrer und kleinere Klassen.

Studienfinanzierung

- CDU/CSU: Das Bafög soll "an die Lebenshaltungskosten sowie veränderte Bildungswege" angepasst werden. Zudem setzt die Union auf mehr Stipendien, wie das vom Einkommen der Eltern unabhängige Deutschland-Stipendium. Das staatlich geförderte Bildungssparen soll weiterentwickelt werden.

- FDP: Das Bafög soll unabhängig vom Elterneinkommen werden. Die FDP verlangt ein Bürgergeld-Modell und privates Bildungssparen. Auch sie will das Deutschland-Stipendium ausbauen.

- SPD: Das Bafög soll bedarfsgerecht erhöht werden, das Deutschland-Stipendium auslaufen und das Geld für eine Bafög-Reform genutzt werden.

- Grüne: Die Grünen wollen das Bafög sofort erhöhen sowie ein Zwei-Säulen-Modell mit einer Grundförderung für alle und einem nicht rückzahlbarem Zuschuss für Bedürftige aufbauen. Außerdem soll es ein Weiterbildungs-Bafög geben.

- Linke: Das Bafög soll elternunabhängig umgebaut und der Darlehensanteil abgeschafft werden. Zudem soll es eine sofortige Erhöhung um 10 Prozent und jährliche Anpassung geben.

Hochschulen

- CDU/CSU: Die Union plädiert für bessere Studienbedingungen und verweist auf die Pakte zum Ausbau von Studienplätzen, den "Qualitätspakt Lehre" und die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung". Mit Blick auf die 2017 auslaufende Exzellenzinitiative sollen die Weichen so gestellt werden, dass die Förderung auch danach fortgesetzt werden kann.

- FDP: Es soll eine länderübergreifende Hochschulfinanzierung aufgebaut werden nach dem Modell: Geld folgt Studierenden. Das heißt: Das Geburtsland des Studenten zahlt die Studienkosten – egal, in welchem Bundesland studiert wird.

- SPD: Sie tritt ein für gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule. Die Qualität von Lehre und Studium soll durch Beteiligung des Bundes an der Grundfinanzierung der Hochschulen steigen. Hochschulen sollen für Nicht-Abiturienten geöffnet werden. Der Bachelor-Abschluss soll generell zum Masterstudium berechtigen.

- Grüne: Der Hochschulpakt soll für mehr Qualität um eine Milliarde Euro aufgestockt werden. Die Prüfungsdichte soll eingeschränkt, im Ausland erworbene Studienleistungen sollen besser anerkannt werden.

- Linke: Sie ist strikt gegen Gebühren im öffentlichen Bildungssystem. Der Bologna-Prozess soll reformiert werden – mit mehr Freiräumen und besserer Betreuung. Der Bund soll den Hochschulbau fördern. Verlangt wird zudem freier Zugang zum Masterstudium und eine Öffnung der Hochschulen für Berufstägige ohne Abitur. − dpa

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